FK Hansa Wittstock 1919 e.V.    

10. Spieltag, 31.10.2009

TSV Chemie Premnitz vs. FK Hansa Wittstock

Talfahrt in der zweiten Hälfte
Tore: 1:0 Sebastian Kremp (14.); 1:1 Mathias Dannehl (15.); 1:2 Jochen Meier (27.); 1:3 Tino Sasse (50.); 2:3 Björn Stuhlmacher (Foulelfmeter, 65.); 3:3 Mike Melzer (74.)
Schiedsrichter: Rene Papajewski (Brandenburg)
Zuschauer: 88
Gelbe Karte: Sebastian Kremp / Oliver Gießel (3.), Christopher Haak, Felix Strothenk (2.), Nico Grahlmann
TSV Chemie Premnitz: Mario Rotter, Marian Krause, Sebastian Kremp, Konstantin Gäde, Christian Ohle, Björn Stuhlmacher (90. Sebastian Nehring), Daniel Schönfeld (70. Mike Melzer), Christian Freidank, Dirk Briese, Sebastian Kaiser 
FK Hansa Wittstock: Kevin Apitz, Mathias Dannehl, Benny Deutschmann, Oliver Drott, Oliver Gießel (60. Silvio Braun), Christopher Haak, Jochen Meier, Felix Strothenk, Stefan Wolter, Nico Grahlmann (77. Marcel Bock), Tino Sasse (51. Thomas Techen)
 
TSV trotzt Spitzenreiter einen Punk ab !

Premnitz. Die kurzfristig einberufene Mannschaftssitzung vor der Partie gegen den bisherigen Spitzenreiter FK Hansa Wittstock hinterließ im Spiel des TSV Chemie Premnitz deutliche Spuren. Nach dem man zuletzt mit der Disziplin auf dem Rasen seine Sorgen beim TSV hatte, zeigte die arg dezimierte Premnitzer Mannschaft gegen den Tabellenführer das es auch anders geht. Am Ende stand ein keinesfalls unverdientes 3:3 Remis. Nach einer kurzen Phase des Abtastens, überschlugen sich nach einer viertel Stunde die Ereignisse. In der 14. min. traf Sebastian Kremp mit einem schönen Schuß zum 1:0 für den TSV. Die Freude wehrte aber nicht alll zu klang. Nur eine Minute später traf Dannehl mit einem verwandelten Freistoß von der Strafraumgrenze zum 1:1. Zum Verhängnis wurde den Chemikern eine Unentschloßenheit von Torwart Mario Rotter beim hinauslaufen. So kamen die Hanseaten zu einem Freistoß an der Strafraumgrenze der dann zum Ausgleich führte. Die Partie verlief in der Folgezeit weiter ausgeglichen. Eine Unachtsamkeit in der Premnitzer Hintermannschaft nutzten die Gäste aus Wittstock zum 1:2. Meier traf mit einem platzierten Schuß.Auf der anderen Seite hatten die Platzherren durchaus Ihre Möglichkeiten. Letztendlich fehlte es dann dem finalen Pass immer wieder an der notwendigen Genauigkeit. So blieb es bei der 1:2 Führung für Hansa Wittstock zur Pause.
Als nach dem Seitenwechsel Sasse in der 50. min. das 1:3 gelang, glaubten nur noch die größten Optimisten an eine Wende zum Positiven. Dann aber ging ein Ruck durch die Premnitzer Reihen. Auch wenn spielerisch nicht alles gelang, haben sich Platzherren in der verbleibenden Zeit förmlich zerrissen. Mit dem Mut der Verzweiflung setzte man die Gäste unter Druck. Hansa Wittstock haderte vor allem mit den beiden Assistenten, die Ihnen gleich 3 Treffer wegen Abseitsstellungen nicht anerkannten. Premnitz wurde nach 62. min. für seine Bemühungen belohnt. Konstantin Gäde kam im Strafraum zu Fall, den fälligen Strafstoß verwandelte Björn Stuhlmacher ganz souverän zum 2:3. Premnitz ließ in seinen Bemühungen nicht nach. Warum Gästetrainer Lutter seinen bis dahin gefährlichsten Spieler Gießel kurz vor dem Anschlußtor vom Platz nahm war für viele nicht zu verstehen, war es doch Gießel der zuvor bei jedem Angriff brand gefährlich war.Ein glückliches Händchen hatte dagegen TSV Trainer Christian Peter in der 70. min. als er Mike Meltzer für den ausgelaugten Daniel Schönfeldt aus Feld schickte. Wenige Minuten später brach Jubel im Stadion der Chemiearbeiter aus. Nach toller Vorarbeit von Sebastian Kaiser, lief Melzer allen davon und traf mit einem herrlichen Schuß zum 3:3.Mit diesem Resultat wollten sich beide Mannschaften nicht zufrieden geben. So entwickelte sich in der Schlußphase ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten.Am Ende haderten die Gäste vor allem mit dem Schiedsrichter , der aber an diesen Samstagnachmittag gar nicht so viel falsch gemacht hatte. In der kommenden Woche muss der TSV zum Havellandderby zum Landesligaabsteiger VfL Nauen. Spielertrainer Rotter sprach nach der Partie seiner Mannschaft ein Lob für die gezeigte große Moral aus.

Quelle: Peter Kaiser
 

Premnitz. Es war ein schlechtes Landesklassenspiel in Premnitz, trotzdem hatte Hansa die Chance drei Punkte zu entführen. Doch eine 3:1-Führung reichte nicht, am Ende hieß es 3:3.
„Es war ein grottenschlechtes Spiel, das eigentlich auch keinen Sieger verdient hat“, gab Hansa-Co-Trainer Thomas Engel zu, beide Mannschaften hätte schwach gespielt und sich damit der Leistung des Schiedsrichter angeschlossen. „Der hat wirklich schlecht gepfiffen, aber für beide Teams“, erklärte Engel. Ärgerlich sei nur gewesen, nach dem 3:1 für Hansa ließen die Wittstocker zwei klare Chancen aus. „Machen wir das 4:1, ist das die Entscheidung“, klang Engel doch etwas verärgert.
Die Wittstocker kamen gut ins Spiel. Torjäger Oliver Gießel (4.) tauchte allein vor dem TSV-Tor auf, vergab aber. Dann kam Premnitz zum ersten Mal gefährlich in die Hansa-Hälfte und traf gleich zum 1:0 (14.). Die Antwort der Gäste folgte prompt, per Freistoß traf Mathias Dannehl zum 1:1.
Hansa drängte, traf dreimal ins Tor, doch dreimal entschied der Schiri auf Abseits. „Einmal war es aber sehr fraglich“, so Engel. Dann gelang Jochen Meier aber doch das überfällige 1:2 (26.).
Gleich nach dem Wechsel gelang Tino Sasse das 1:3, dabei knallte er aber mit Heimkeeper Rotter zusammen, verletzte sich und musste ausgewechselt werden. Hansa setzte nach, leistete sich zwar viele Fehlabspiele, kam aber trotzdem zu klaren Chancen. Doch anstatt dem 1:4 oder gar 1:5 gelang Premnitz per schmeichelhaftem Foulstrafstoß das 2:3 (62.). So blieb es spannend. Als die Hansa-Abwehr sich eine Schlafeinlage leistet, zudem Abseits monierte, traf Melzer zum 3:3 (76.).
Danach hatten beide Teams die Chancen zum Sieg, es blieb jedoch beim Remis. „Ein bitteres Remis, der Sieg war möglich, doch wenn man seine Chancen nicht nutzt“, zog Engel sein Fazit. (rom)